Herzlich Willkommen in der Praxisgemeinschaft Dehne Feicht

Allgemeinmedizin, Homöopathie, Psychotherapie

Einleitung - Die Störung der Lebenskraft

Laut Hahnemann bilden Körper, Geist und Gemüt eine untrennbare Einheit, welche durch die Lebenskraft, die "Dynamis", in einem harmonischen Gleichgewicht gehalten wird. Dieses natürliche Gleichgewicht nennen wir Gesundheit, ein gesundes Leben. Das bedeutet auch, dass bei einer akuten Krankheit ein gesunder Mensch mithilfe seiner Lebenskraft und ohne Medikamente wieder auf die Beine und in den Zustand des Gleichgewichts kommt.

 

Das ist in der heutigen Gesellschaft aus verschiedenen Gründen sehr selten geworden. Eine gestörte Lebenskraft kommt darin zum Vorschein, wenn ein Mensch krank und meist schon lange nicht mehr gesund gewesen ist. Die Gründe für Krankheit und Auslöser sind häufig in einem multifaktoriellen Geschehen zu suchen. In diesen Komplexen Zusammenhängen geht es in der homöopathischen Behandlung um die Zeichen der Krankheit, die mir der Patient offenbart. Dieses Zeichen, die Symptome von Körper, Geist und Gemüt, spiegeln, jedes auf seiner Ebene, die Krankheit des Patienten wider. So eine Störung der Dynamis kann gerade eben entsanden sein, oder vor einiger Zeit als Geburtstrauma, oder noch im Bauch der Mutter. Eine Störung der Lebenskraft kann sich sogar über mehrere Generationen als erbliche Belastung auf das Leben und die Gesundheit der Kinder und Kindeskinder auswirken.

 

Das Wesen eines Menschen ist jedoch nur zum Teil durch seine Gene vorbestimmt. Die weitaus stärkere Prägung erfährt er durch sein soziales Umfeld, seine Entwicklung innerhalb einer Familienstruktur und durch das, was das Leben an schicksalhaften Erfahrungen für ihn bereithält. Aus diesen Erfahrungen entwickelt ein Mensch in der Jugend seine Einstellung zur Welt.

Diese tiefere innere Überzeugung ist sein "Glaubenssatz". Dieser Glaubenssatz prägt das Leben eines Menschen und drückt sich verschlüsselt in seinen Handlungen und auch seinen Symptomen aus. Dies ist für mich der rote Faden, den es in der Anamnese aufzufinden gilt und der schließlich zur Findung des homöopathischen Mittels führt, welches der Patient von mir bekommt.

 

Ein Kompensationsverhalten macht es manchen Menschen erst möglich, als soziales Wesen zu funktionieren. Es kostet aber sehr viel Energie. Zusätzliche Überforderungen durch Stress, Veränderungen, Traumata oder Kummer etc. können dazu führen, dass ein Mensch sein Kompensationsverhalten nicht mehr aufrecht erhalten kann: Er dekompensiert, er erkrankt. Diese Krankheit kann sich sowohl auf der körperlichen, als auch auf der Geist-Gemüts-Ebene ausdrücken und damit sichtbar werden.

 

In der homöopathischen Anamnese versuche ich, den Menschen in seiner Gesamtheit zu erfassen und zu verstehen, denn nur so ist es mir möglich, das richtige Mittel zur richtigen Zeit für ihn zu bestimmen.

 

Nach Dr. Eva Maria Lang

 

"Des Arztes höchster und einziger Beruf ist es, kranke Menschen gesund zu machen, was man Heilen nennt"

Samuel Hahnemann